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Feiertagskalender der Religionen 


(Christen) Dreikönigstag – jährlich am 6. Januar

Fest der Anbetung Christi durch die „drei Weisen aus dem Morgenland“ (Matthäusevangelium Kap. 2). Mit Gold, Weihrauch u. Myrrhe würdigen sie das Neugeborene als künftigen König der Juden. In katholischen Gegenden gibt es den Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe für ein Hilfswerk bitten und den Geber segnen. Dabei schreiben sie die Jahreszahl und die Initialen C+M+B an die Haustür. Die Initialen stehen sowohl für die Anfangsbuchstaben der Namen der Weisen (Caspar, Melchior und Balthasar), als auch für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

 

(Christen) Orthodoxes Weihnachtsfest – jährlich am 7. Januar

Die orthodoxe Kirche feiert das Weihnachtsfest nach dem alten julianischen Kalender 13 Tage später als nach dem gregorianischen in der Nacht vom 6. zum 7. Januar. Vierzig Tage vor Weihnachten beginnt die Fastenzeit, die Enthaltsamkeit in allen Lebensbereichen fordert. Am Abend des 6. Januar (Heiliger Abend), dem Ende der Fastenzeit, wird ein stundenlanger Gottesdienst gefeiert mit viel Gesang und einer Lichterprozession. Die Feierlichkeiten enden mit einem Festessen. Am 7. Januar wird Epiphanias (Fest der Erscheinung des Herrn) gefeiert..

 

(Hindus) Pongalfest der Tamilen 14. Januar 2012

Pongal (wörtlich: „Überkochen“) ist ein indisches Erntedankfest und einer der wichtigsten tamilischen Feiertage. Pongal bezeichnet das typische Festessen aus Reis. Vier Tage wird gefeiert. Am ersten Tag werden - symbolisch für den Neuanfang - alte Kleidung oder andere alte Dinge weggeworfen. Der wichtigste Tag ist der zweite, an dem man Pongal überkochen lässt. Damit wird der Wunsch nach einer guten Ernte zum Ausdruck gebracht. Am dritten Tag dankt man den Kühen und Bullen, dass sie die Äcker pflügen, und am vierten Tag versammeln sich die jungen, unverheirateten Männer an einem Fluss, um sich ihre zukünftige Braut auszusuchen.

 

(Muslime) Mawlid an-Nabi (Mevlid) 04. Februar 2012

Mawlid an-Nabi ist ein islamischer Feiertag anlässlich des Geburtstags des Propheten Muhammed (*570 n. Chr. in Mekka). Muslime in aller Welt begehen diesen Feiertag im Kreise ihrer Familie. Bei dem Fest wird gemeinsam gebetet, gesungen und aus dem Koran vorgelesen. Viele Moscheen sind an diesem Tag mit Lichterketten geschmückt.


(Aleviten) Hızır- Fasten 13. Februar 2012

Jedes Jahr wird die zweite Februarwoche als „Woche von Hizir“ gefeiert. Hizir ist ein unsterblicher Heiliger. Er wird „Eile herbei Hizir!“ gerufen. Aleviten glauben, dass Hizir als Prophet lebte und das Wasser der Unsterblichkeit trank, um Gottsuchern auf den mystischen Pfad zu helfen. Zum erste Mal wurde Hizir von Gefährten Noahs zur Hilfe gerufen, um die Arche vor der Katastrophe zu schützen. In der Hizir-Woche bereitet man abends eine Speise aus Weizen und Wasser vor, die über Nacht ruht. Jedes Familienmitglied wünscht sich was. Die Vorstellung ist, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, falls Hizir über Nacht vorbei kommt. Am nächsten Tag wird die Speise an die Nachbarn verteilt. Jeder versucht bei allen Familien zu kosten, damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, die Speise zu erwischen, die Hizir gesegnet hat.

 

(Christen) Fastenzeit 22. Februar – 7. April 2012

Die Fastenzeit dauert 40 Tage und bezeichnet den Zeitraum sieben Wochen vor Ostern. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Die Kirche bezieht sich dabei auf das 40tägige Fasten Jesu in der Wüste (Matthäusevangelium Kapitel 4). Praktizierende Christen besinnen sich während dieser Zeit auf das Leiden und Sterben Jesu und üben Enthaltsamkeit in allen Lebensbereichen.

 

(Buddhisten) Losar - Tibetisches Neujahrsfest 22. Februar 2012

Losar (buddh.) ist das tibetische Neujahrsfest und wichtigstes buddhistische Fest in Tibet (lo = Jahr, sar = neu). Der Termin richtet sich nach dem Mondkalender und dauert drei Tage. Am 1. Tag (Lama Losar) wird im engeren Familienkreis gefeiert. Am 2. Tag (Gyalpo Losar) werden in den Klöstern Stoffbilder mit religiösen Motiven (thanka) aufgehängt. Am 3. Tag werden Freunde und Verwandte besucht. An Losar beschenken sich tibetische Buddhisten gegenseitig.

 

(Juden) Purim 8. März 2012

Purim ist ein fröhlicher Gedenktag und wird zur Erinnerung an die Errettung der Juden in Persien gefeiert. Die Bibel berichtet, dass ein Minister namens Haman den Perserkönig dazu bewog, den Befehl zu geben, die Juden in seinem Reich zu vernichten. Esther, jüdische Ehefrau des Königs, gelang es den Befehl außer Kraft zu setzen und Hamann seiner gerechten Strafe zuzuführen. Mit einem Kinderfest, das die Szenerie nachspielt, und einem Festmahl wird der Freude über die Errettung Ausdruck verliehen.
 

(Hindus) Holifest 8. März 2012

Holi - auch „Fest der Farben“ genannt - ist ein zweitägiges, farbenfreudiges Frühlingsfest zu Ehren der Götter Krishna und Kama. Hintergrund ist ein Streit des Königs mit seinem Sohn Prahlada weil der Gott Vishnu anbetete. Daraufhin befahl ihm der König, zusammen mit Holika, der Schwester des Königs, die die Gabe hatte dem Feuer zu widerstehen, einen Scheiterhaufen zu besteigen. Prahlada wurde jedoch von Vishnu beschützt und überlebte, während Holika in den Flammen verbrannte. In der ersten Nacht des Festes werden darum Feuer entfacht, die an das Verbrennen Holikas erinnern. Am Tag darauf bespritzen sich die Menschen mit gefärbtem Wasser, wobei die strengen Kastenregeln des Hinduismus zeitweise aufgehoben sind.

 

(Christen) Palmsonntag 1. April 2012

Der Palmsonntag ist der sechste Fastensonntag vor Ostern. Er bezeichnet den Einzug Jesu in Jerusalem. Im neuen Testament wird berichtet, dass er vom Ölberg kommend auf einem Esel in Jerusalem einzog. Für die Bevölkerung war er der Messias, der göttliche Retter. Als Ehrerbietung breiteten sie ihre Kleider auf der Straße aus und jubelten ihm zu mit Palmzweigen als Zeichen des Friedens. Er ist das bestimmende Symbol dieses Sonntags, der die Karwoche eröffnet. In katholischen Gegenden wird mit Prozessionen dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Zweige, in Deutschland Palmkätzchen, werden zur Kirche gebracht und dort geweiht.

 

(Christen) Gründonnerstag 5. April 2012

Der Gründonnerstag (althochdeutsch: „grinendonnerstag“ = „Greindonnerstag“ oder „Weindonnerstag“ ist der fünfte Tag der Karwoche, der Tag vor Karfreitag, an dem Jesus zu später Stunde von römischen Soldaten verhaftet wurde (Tag zum Weinen). Die christlichen Kirchen gedenken seines letzten Abendmahles mit den zwölf Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung.

 

(Christen) Karfreitag 6. April 2012

Dem Leiden und Sterben Jesu Christi zollen Christen an diesem Tag Respekt und Gedenken durch Buße, Fasten und Stille. Nach ihrem Glauben nahm er in seinem Kreuzestod die Sünde und Schuld des Menschengeschlechts auf sich. Durch seine Auferstehung werde gläubigen Menschen Vergebung der Sünden, Errettung aus dem Tod und ewiges Leben ermöglicht.

 

(Juden) Pessach 7. bis 17. April 2012

Pessach wird im jüdischen Frühlingsmonat Nissan gefeiert. Das Fest ist voller Symbolik für die (Leidens)Geschichte des jüdischen Volkes, das an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Während der einwöchigen Dauer darf sich kein gesäuertes Brot im Haus befinden. Es symbolisiert die Hast, mit der die Israeliten Ägypten verließen, sie hatten nicht genügend Zeit, Brotteig säuern zu lassen. Während der Festzeit werden ungesäuerte Brotfladen (Matzen), gegessen. Sie werden sowohl als Brot des Elends als auch als Brot der Befreiung verstanden.

 

(Christen) Ostern 8./9. April 2012

Ostern ist das höchste Fest der Christenheit, weil nach ihrem Glauben Christi Auferstehung der endgültige Sieg Gottes ist über den Tod und die ewige Verdammnis aller Menschen. Die Osterzeit beginnt nach dem ersten Frühlingsvollmond mit dem Ostersonntag (wobei Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt ist) und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Zu den Osterbräuchen mgehören: Ostereier, Osterlamm, Osterfeuer, Osterkerze, Osterwasser, etc.
 

(Christen) Orthodoxes Osterfest 15. April 2012

Orthodoxe Christen feiern Ostern nach dem julianischen (Katholiken u. Protestanten nach dem gregorianischen) Kalender. Es werden spezielle Gottesdienste zelebriert, die alle Sinne der Feiernden ansprechen sollen: Sie sehen den mehrmaligen feierlichen Ein- und Auszug der Priester und Diakone, hören die Chöre, riechen die Bienenwachskerzen und den Weihrauch und schmecken das gesegnete Brot (Antidoron).

 

(Bahai) Ridvan, Fest der Bahai 21. April - 2. Mai 2012

Das Ridvanfest ist das wichtigste Fest der Bahai, das sich über zwölf Tage erstreckt und an die Zeit der Verkündung des Religionsstifters Baha´u´llah im "Garten Ridvan" in der Nähe Bagdads im Jahre 1863 erinnert. Arbeitsfreie Feiertage sind für die Bahai der erste (Ankunft des Baha´u´llah), der neunte (Ankunft seiner Familie) und der zwölfte Tag (Abreise des Baha´ u´llah und seiner Familie) der Ridvanzeit.

 

(Buddhisten) Vesakh 5. Mai 2012

Vesakh wird am ersten Vollmondtag im Mai/Juni gefeiert und ist der höchste Feiertag des Buddhismus. Vesakh erinnert an Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas. Mit dem Tod ging Buddha in das Nirvana ein. Buddhisten denken an Vesakh darüber nach, was die Erleuchtung Buddhas für ihr Leben bedeutet und wie sie selbst zur Erleuchtung gelangen können. Zumeist wird Vesakh als Lichter- oder Fahnenfest begangen. Um die erstrebte Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt zu symbolisieren, werden in manchen Ländern eingefangene Vögel wieder freigelassen.

 

(Christen) Christi Himmelfahrt 17. Mai 2912

Christi Himmelfahrt bezeichnet den Glauben an die Rückkehr Jesu Christi als „Sohn Gottes“- einer der drei Wirkmächte Gottes - zum Vater in den Himmeln. Es wird am 40. Tag des Osterfestkreises gefeiert, weshalb es immer auf einen Donnerstag fällt.

 

(Juden) Schawuot 27./28. Mai

Schawuot wird auch „Fest der Erstlingsfrüchte“ genannt und kennzeichnet den Tag, an dem die Juden Gott danken für das erste Getreide und die ersten Früchte im Jahr. Die Synagogen werden mit frischem Grün und Blumen geschmückt. Viel mehr aber wird an Schawuot für die wichtigste Gabe Gottes an sein Volk gedankt: die Thora. Auf ihr ruht der Bund zwischen Gott und dem Volk Israel. Traditionell werden an diesem Tag Milchgerichte gegessen, die Milch symbolisiert die Thora, die das jüdische Volk nährt.

 

(Christen) Pfingsten 27./28. Mai 2012

Die Bezeichnung „Pfingsten“ geht zurück auf das griechische Wort "pentekoste" (der Fünfzigste), weil dieses Fest am Sonntag 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Pfingsten feiern Christen den „Geburtstag“ der Kirche und den Beginn der weltweiten Ausbreitung der christlichen Botschaft. Der Bibel zufolge empfingen Jesu Jünger 50 Tage nach Christi Auferstehung den Heiligen Geist. Zugleich ist es der feierliche Abschluss der Osterzeit.

 

(Christen) Trinitatis, Sonntag nach dem Pfingstfest

Das Fest der Dreifaltigkeit Gottes, zentrale christliche Lehre, wird am Sonntag nach Pfingsten begangen. Es ist das wohl komplizierteste aller christlichen Feste, dass auf die „Dreifaltigkeit Gottes“ – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist hinweist. Dabei handelt es sich um drei Seinsweisen in denen Gott sich offenbart, nicht aber um drei Götter! An mehreren Stellen in der Bibel spricht Gott von sich im Plural (1. Buch Mose 1, 26, 1 Buch Mose 11, 7, Jesaja 6, 3).

 

(Christen) Fronleichnam 7. Juni 2012

Fronleichnam leitet sich ab von „fron”- Herr, und „lichnam”- Leib und weist auf die Elemente der Eucharistie hin. Seine Beliebtheit verdankt dieser Feiertag den reich geschmückten Prozessionen, bei der die Elemente der Eucharistie durch die Straßen getragen werden.

 

(Muslime) Isra und Miradsch 16./17. Juni 2012

Wörtlich bedeutet Isra: Reise in der Nacht, und Miradsch: Aufzug. Im Islam bezieht sich Isra auf die Himmelsreise des Propheten Muhammed von Mekka nach Jerusalem. Miradsch ist im Islam das Gefährt, das ihn von Jerusalem in das Universum durch die sieben Himmel zu Allah brachte. In dieser Nacht machte Gott den Muslimen das fünfmalige tägliche Gebet zur Pflicht. Mit unterschiedlichen Bräuchen wird diese Nacht fröhlich mit Preisungen auf den Propheten und besonderen Festspeisen begangen. Die Moscheen sind festlich beleuchtet.
 

(Muslime) Ramadan 20. Juli – 21. August 2012

Ramadan ist ein Fastenmonat im islamischen Mondkalender. Er verschiebt sich jährlich um 10 bis 11 Tage nach vorne und durchläuft allmählich alle Jahreszeiten. Das Fasten ist eine im Koran verankerte Grundpflicht der Muslime. Kranke, Schwangere und Kinder sind von dieser Verpflichtung ausgenommen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf keine Nahrung aufgenommen werden, des Beischlafs ist sich zu enthalten, Verleumdung und Beleidigungen sind unbedingt zu vermeiden. Höhepunkt im Ramadan ist die "Nacht der Bestimmung", in der der Prophet Muhammad die erste Sure des Korans empfing. Der Fastenmonat endet mit dem dreitägigen Fastenbrechen, nach dem Opferfest höchster islamischer Feiertag.

 

(Juden) Tischá beAw 29. Juli 2012

Der 9. Aw wird in Trauer begangen und ist ein besonderer Fastentag. An Tischá beAw wird einen ganzen Tag lang gefastet. Nach der Überlieferung haben sich 5 Unglücke am 9. Aw ereignet, die dem Fasten zugrunde liegen:
- Dem Volk Israel wurde in der Wüste angekündigt, dass es 40 Jahre zu wandern habe.
- Jerusalem wurden von den Babyloniern zerstört, die Menschen nach Babylon verbannt.
- Der zweite Tempel wurde durch die Römer zerstört und die Judäer in alle Welt zerstreut.
- Bar Kochbas Revolte gegen Rom schlug fehl, er selbst wurde umgebracht.
- Zerstörung Jerusalems und Umbennung in Aelia Capitolina. 

Zu Tischá beAw wird aller Schmuck aus den Synagogen entfernt und auf elektrisches Licht verzichtet. Kurz vor dem Fasten nimmt man eine spezielle Mahlzeit zu sich: ein gekochtes Ei, Brot und Wasser. Als Symbol der Trauer wird dies auf dem Boden sitzend gegessen. Männer rasieren sich an Tischá beAw nicht, die Frauen verzichten auf ihr Make-up.

 

(Christen) Mariä Himmelfahrt - 15. August 2012

Mariä Himmelfahrt ist ein Hochfest der röm.-kath. Kirche und Ausdruck ihrer Lehre, dass der Leib Marias in den Himmel aufgenommen wurde. Besonderer Brauch ist die Kräuterweihe. Nach der Legende sollen Jesu Jünger nach Öffnung ihres Grabes nicht mehr ihren Leichnam, sondern nur noch Rosenblüten und Kräuter darin vorgefunden haben. Dem entsprechend binden Gläubige eine bestimmte Anzahl Kräuter zu Sträußen, die in den Kirchen geweiht werden. Zu Hause zum Trocknen aufgehängt sollen sie gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag helfen.

 

(Juden) Rosch haSchana 17. September 2012

Rosch haSchana ist der jüdische Neujahrstag. Mit ihm beginnen die zehn "ehrfurchtsvollen Tage", die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden. Es ist ein Tag des Gerichts. Gläubige begeben sich möglichst kurz vor Sonnenuntergang an ein Gewässer, schütteln ihre Kleider aus und werfen alles in ihren Taschen Befindliche, ins Wasser, wodurch sie symbolisch die abgeschüttelten Sünden versenken. Die Mahlzeiten an Rosch ha-Schana enthalten oft Früchte und Honig, die Symbol sein sollen für ein „süßes neues Jahr“.

 

(Juden) Jom Kippur 26. September 2012

Jom Kippur - Versöhnungstag - ist der heiligste aller jüdischen Festtage und wird mit ganztägigem Fasten begangen. Er beginnt mit Sonnenuntergang und dauert bis zum nächsten Sonnenuntergang. An diesem Tag beten die Menschen in den Synagogen, die Kinder werden gesegnet. Die Versöhnung zwischen Mensch und Gott sowie die Reue und Bitte um Vergebung für Vergehen im zwischenmenschlichen Bereich stehen im Vordergrund. In Israel kommt das öffentliche Leben zum Stillstand. Es gibt kein Radio- u. Fernsehprogramm, alle Restaurants und Vergnügungsstätten sind geschlossen, der öffentliche Verkehr ruht.

 

(Christen) Erntedankfest 30. September 2012

Das Erntedankfest wird am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Die Kirchen werden mit Getreideähren und Feldfrüchten geschmückt, die Gläubigen danken für die Ernte und Arbeit der Bauern. An diesem Sonntag gedenkt man in den Gottesdiensten der Hungernden in der Welt, betet und sammelt Spenden für sie.

 

(Juden) Sukkot 13/14. Oktober 2011, 1./2. Oktober 2012

Sukkot ist ein Dankfest für das Einbringen der Obst- u. Weinernte. Zugleich erinnert es an die Wüstenwanderung der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten und an das Wohnen in unfesten Hütten. Die Doppelbedeutung des Festes symbolisiert einerseits der Feststrauß, der am Vormittag im Synagogengottesdienst verwendet wird, andererseits das Gebot, während dieser Tage in einer Laubhütte (Sukka) zu wohnen.


(Muslime) Islamisches Opferfest 7. Oktober 2011, 25. Oktober 2012

Das Opferfest ist neben dem Ramadan das bedeutendste Fest der islamischen Welt und steht für die Hingabe an Gott und das Vertrauen auf seine Barmherzigkeit. Das Fest erinnert an die Geschichte Abrahams und seine Bereitschaft, einen seiner Söhne zu opfern. Als Allah sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt und Abraham, voller Dankbarkeit, opferte daraufhin einen Widder. Zur Erinnerung schlachten Muslime ein Schaf und teilen das Fleisch mit Verwandten, Freunden u. Armen. Außerdem versammelt man sich in der Moschee, in der die Abschiedspredigt Muhammads, die er während seiner letzten Wallfahrt hielt, feierlich verlesen wird. Die Häuser werden festlich geschmückt, es wird die beste Kleidung getragen.


(Christen) Reformationstag - 31. Oktober 2011/12

Am 31. Oktober 1517 leitete Martin Luther eine kirchliche Erneuerungsbewegung (Reformation) ein, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen und zur Entstehung der evangelischen Kirche führte.

 

(Christen) Allerheiligen   1. November 2011/12

Allerheiligen ist ein Gedenktag für katholische Christen. An Allerheiligen wird der christlichen Märtyrer und Heiligen gedacht. Typisch für Allerheiligen sind die Friedhofbesuche. Die Gräber werden geschmückt und Kerzen als ein Symbol des ewigen Lebens entzündet. Bei feierlichen Prozessionen werden die Gräber mit Weihwasser gesegnet.

 

(Hindus) Diwali - das hinduistische Lichterfest 26. Oktober 2011, 13. November 2012

Diwali symbolisiert den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Aus Ton gefertigte Öllampen (Diwa) sind das wesentliche Element von Diwali. Im Zentrum der Zeremonien steht die Göttin des Glücks Lakshmi. Die Städte und Dörfer werden festlich geschmückt. An den Häusern und Tempeln hängen unzählige Lampen. Die Lichter sollen ihr den Weg zu den Gläubigen weisen. In der Nacht werden Feuerwerke entzündet und überall auf den Straßen wird ausgelassen gefeiert. Divali ist das wichtigste hinduistische Fest, das unabhängig von der Kastenzuordnung von jedem Hindu gefeiert wird.

 

(Aleviten) Muharrem-Fasten 26. November 2011, 15. November 2012

Aleviten gedenken beim zwölftägigen Muharrem-Fasten der zwölf Imame und zugleich dem Massaker von Kerbala (Irak). Dort hatten im Jahre 680 omayyadischen Truppen den Imam Hüseyin und seine Gefolgsleute getötet. Um ihren Leidensweg nachzuempfinden, wird Enthaltsamkeit geübt. Nach 12-tägigem Fasten wird am Aşure-Tag eine Süßspeise (Aşure) aus zwölf Zutaten gekocht, wobei jede Zutat einen Imam symbolisiert. Das Fasten wird mit dem Essen des Aşure mit Verwandten, Bekannten und Nachbarn gebrochen

 

(Muslime) Islamisches Neujahr (1431 n. H.) 26. November 2011, 15. November 2012

Das islamische Neujahr markiert die Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina im Jahre 622 n. Chr. Dort baute er das erste islamische Gemein- und Staatswesen auf. Dieses Ereignis wird als derart wichtig angesehen, dass der Beginn der islamischen Zeitrechnung auf dieses Datum festgelegt wurde.

 

(Christen) Buß- und Bettag 16. November 2011, 21. November 2012

Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag und wird am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag (Totensonntag) begangen. Die Menschen sollen im Spiegel der Gebote Gottes ihre persönliche Einstellung und Haltung überdenken.

 

(Christen) Ewigkeitssonntag (Totensonntag) 20. November 2011, 25. November 2012

Der Ewigkeitssonntag (Totensonntag) ist ein evangelischer Feiertag am letzten Sonntag vor dem 1. Advent und damit am letzten Sonntag des christlichen Kirchenjahres. An diesem Tag wird in den Gottesdiensten der Verstorbenen der Gemeinde des vergangenen Kirchenjahres gedacht. Es ist üblich, die Friedhöfe zu besuchen und die Gräber zu schmücken.


(Christen) Advent (27. November – 24. Dezember 2011, 2. –24. Dezember 2012

Das Wort "Advent" kommt vom Lateinischen "adventus" und heißt "Ankunft". Gemeint ist die Ankunft (Geburt) Jesu am 24. Dezember. Christen verstehen die vierwöchige Adventszeit als stille Vorbereitung auf Weihnachten. Zugleich beginnt in der kath. u. evang. Kirche ein neues Kirchenjahr. Der bekannteste Brauch in diesen Wochen ist der Adventskranz. An jedem der vier Adventssonntage wird auf einem Tannenkranz eine Kerze mehr angezündet, bis kurz vor dem Heiligen Abend, dem Geburtstag Jesu, alle vier brennen.


(Christen) Nikolaustag - 06. Dezember 2011/12

Der Nikolaustag am 6. Dezember geht zurück auf Bischof Nikolaus von Myra, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts in Kleinasien wirkte. In der orthodoxen u. katholischen Kirche wird er als Wohltäter der Kinder verehrt. Heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages ihre saubergeputzten Schuhe vor die Tür, damit er sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Süßigkeiten füllt. Traditionell wird Nikolaus im Gewand eines katholischen Bischofs mit Mitra, Hirtenstab und langem, roten Bischofsmantel dargestellt.

 

(Juden) Chanukka 21. Dezember 2011, 9. Dezember 2012

Das Wort Chanukka bedeutet "Weihung". Nach Abzug der Syrer aus dem von ihnen entweihten Jerusalemer Tempel im Jahre 165 v. u. Z. hatte man nur noch einen kleinen Ölkrug, dessen Inhalt für den siebenarmigen Tempelleuchter höchstens einen Tag gereicht hätte. Durch ein Wunder reichte die Menge acht Tage, so dass inzwischen neues Öl hergestellt werden konnte. Während der acht Chanukkatage wird nach Einbruch der Dunkelheit im Kreis der Familie auf einem achtarmigen Leuchter jedem Tag eine Kerze mehr entzündet, bis am 8. Tag alle Kerzen leuchten. Das Dreidelspiel begleitet dieses Fest. Der Dreidel ist halb Kreisel und halb Würfel. Auf seinen Flächen befinden sich vier Buchstaben, die anzeigen ob man zu seinem Einsatz etwas dazubekommt oder abgeben muss. Die hebräischen Buchstaben sind N, G, H, S,  Anfangsbuchstaben des Satzes Ness Gadol Haja Scham (ein großes Wunder geschah da). Weil beim Chanukka-Wunder Öl eine große Rolle spielte, ist es üblich, Speisen zu servieren, die in Öl zubereitet wurden, z. B. Kartoffel-Latkes (Puffer) oder Sufganiot (Krapfen).

 

(Christen) Heiligabend und Weihnachten - 24. bis 26. Dezember 2011/12

Neben Ostern und Pfingsten ist Weihnachten eines der christlichen Hauptfeste. Die Feier beginnt bei Sonnenuntergang am 24. Dezember (Heiliger Abend). In der heiligen Nacht vor über 2000 Jahren wurde Christus in einem Stall in Bethlehem geboren. Sein tatsächlicher Geburtstag ist unbekannt. Der seit dem 4. Jahrhundert festgelegte Termin nahe der Wintersonnenwende mit der Rückkehr des Lichtes wird mit der Geburt Christi, dem „Licht der Welt“, verbunden. Sein Wort „Ich und der Vater sind eins“ (Johannesevangelium Kap. 10, Vers 30), lassen Christen an die Menschwerdung Gottes glauben. Ausgehend von seiner Liebe zu den Menschen gilt Weihnachten als Fest der Liebe u. Versöhnung. Über Jahrhunderte entwickelte sich ein vielfältiges Brauchtum wie die Weihnachtskrippe, die das Bethlehemer Geschehen nachstellt, oder der Christbaum, der ursprünglich nur mit Äpfeln (Symbol des Sündenfalls Adams u. Evas im 1. Buch Mose) und Kerzen (Symbol für Christus, dem Licht der Welt, der gekommen ist, zu rufen und zu retten aus Sünde und Schuld) geschmückt war.

 

© Diakon Wolfgang Stock

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