Meine – deine – unsere Geschichte(n)
Unter diesem Projekttitel hilft die langjährige Mitarbeiterin in der Aussiedlerarbeit Olga Bikow Kinder ab 8 Jahren, sich ihres kulturellen Hintergrunds bewusst zu werden. Der Abbau von Vorurteilen und Ressentiments ist das Ziel des Projektes.
Kinder mit Migrationshintergrund setzen sich mit der Kultur ihrer Herkunftsländer auseinander. Durch Begegnung der verschiedenen Migrantengruppen findet ein inhaltlicher Austausch über die jeweilige(n) Geschichte(n) statt. Dieser interkulturelle Lernprozess führt zu gegenseitigem Kennenlernen und ermöglicht es, Probleme und Fragestellungen, vor die sich Kinder unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung innerhalb ihres Lebensumfeldes gestellt sehen, wahrzunehmen und zu vergleichen.
Ziel ist es deutlich zu machen, dass Zuwanderung und Integration im 20. Jahrhundert verbreitete Phänomene waren. Durch die Auseinandersetzung mit gelungenen und misslungenen Integrationsprozessen in der Geschichte lernen die Kinder, worauf es beim Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Prägung ankommt. Die verschiedenen (religiösen) Feierlichkeiten eines Jahres werden aufgenommen und thematisch bearbeitet. Durch ihr Zusammenwirken entwickeln die Kinder ein vertieftes Verstehen für aktuelle Problemlagen und die Bedeutung demokratischer Mechanismen.
Um ihre Erfahrungen festzuhalten, erstellen sie ein Geschichten- und Spielebuch, bereiten ein Kinderfest der Nationen vor und proben unter Anleitung der Kulturwerkstatt Kaufbeuren ein Theaterstück zum Thema Zivilcourage, Rechtsbewusstsein und Toleranz, das zum Festival der Vielfalt im Oktober aufgeführt wird.
Wolfgang Stock
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